Krieger- und Reservistenkameradschaft Eglofs e.V.
 
Gründung des Vereins:        1873
Mitglieder:                                 99
Reservisten:                             48

Aufgaben des Vereins:
Pflege der Kameradschaften und Erhaltung des Gedächtnisses an die gefallenen Kameraden vergangener Kriege.
Alljährliche Feierlichkeiten am Kriegerdenkmal.

Vereinshöhepunkte:
Fahnenweihe        1903
Wiedergründung   1952
Fahnenweihe        1957
Einweihung des Kriegerdenkmals am 17.11. 1968
Große Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen 1973 und zum 125-jährigen Jubiläum 1998. 

Aus der 

 
 Aus der Geschichte  (Festschrift 1998)
2 Jahre nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges von 1871 kamen die Kriegsveteranen dieser Auseinandersetzung im Veteranenverein zusammen, welche 1893 das Fest der Fahnenweihe begingen. Gräfin Sophie von Waldburg (Syrgenstein) übte dabei die Schirmherrschaft (Patronat) aus. Gründungsvorsitzender dieser Vereinigung war  Domänendirektor Widmann, Verwalter des Windisch-Grätzs´chen Besitzes in Eglofstal.

Im Jahre 1903 wurde der Kriegerverein gegründet, wobei zugleich auch die Fahne des Kriegervereins feierlich eingeweiht wurde. Die Festrede dazu hielt Lehrer Schlienz aus Bühl. Die Krieger schlossen sich im Jahre 1926 mit den Veteranen zum Kriegerverein Eglofs zusammen.

Nach der Auflösung der Vereine im Jahre 1945 gründete sich der Kriegerverein Eglofs im Jahre 1952 unter der Bezeichnung "Kriegerkameradschaft" unter Führung von Josef Meroth neu. Dabei konnte jeder ausmarschierte Soldat des 1. u. 2. Weltkrieges sowie aktive Kameraden seine Mitgliedschaft erklären. Die damals gewählten Fähnriche Alfons Kimmerle und Josef Bühler Eglofstal versehen dieses Amt bis zum heutigen Tag. Bemerkenswert ist auch, dass der Schriftführer der Gründungsversammlung bis 1997 (oder 1998) dieses Amt ausübte. Als Mitgliedsbeitrag wurde DM 1,00 festgelegt. Eine Mitgliedschaft im Kyffhäuserbund wurde nicht angestrebt. Es wurde beschlossen, dass verstorbene Mitglieder mit militärischen Ehren und einer Kranzniederlegung bestattet werden sollen. Soldaten, welche nicht Mitglied sind, sollten lediglich einen Kranz erhalten. Außerdem hat der Kriegerverein bei Gemeinde- und kirchlichen Festtagen teilzunehmen.
So nimmt die Kameradschaft bis zum heutigen Tag an den Fronleichnamprozessionen teil, ebenso wird am Brauch des feierlichen Begräbnisses mit militärischen Ehren für verstorbene Mitglieder beibehalten. (Ein großes Wort des Dankes an die Musikkapelle Eglofs, welche mit ihrem musikalischen Spiel zum würdigen Begräbnis beiträgt).

1955 wurde eine neue Fahne unter großer Teilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Um die Kasse aufzubessern, spielte der Kriegerverein in den folgenden Jahren in der "Rose" in Egofs verschiedene Theaterstücke und hielt erfolgreich Faschingsbälle ab.

1964 fuhren 43 Mitglieder mit dem Bus nach Ottobeuren um bei der Gründung der europäischen Union des Friedens beizuwohnen. Dieser Pakt soll den Friedenwillen der ehemaligen Soldaten ansprechen.