Günther Koch bei einer Bergtour

Teile seiner Sammlung in Kleinhaslach
2001 (oben und unten)

Günther Koch (1913 - 1999)

Günther Koch wurde am 28. Juni 1913 in Magdeburg geboren. Schon mit 13 Jahren brachte er eine kleine Gesteinssammlung von einem Schulausflug aus dem Harz mit. (Diese war aber während der Kriegswirren verloren gegangen). Nach dem Abitur studierte er Sport- und Gewerbelehrer. Seine sportlichen Leistungen waren so, dass er deutscher Teilnehmer an der Olympiade in Berlin werden konnte. Als Offizier im 2. Weltkrieg hatte er nachher unter Tage im Ruhrgebiet zu arbeiten. Dort konnte er sich schließlich bei den Lehrlingen als Sportlehrer wieder einbringen. Mit seiner Frau Margarete übernahm er nach 1955 eine Jugendherberge  mit 320 Betten in Marburg bis 1970. Und noch einmal wechselte er seine Tätigkeit, indem er eine Stelle als Pharmareferent in einem Bezirk im Allgäu übernahm. 

Erst dann begann er als Wahl-Isnyer (Haus in Kleinhaslach) wieder an sein früheres Hobby anzuknüpfen und sammelte fleißig Steine, Fossilien und Mineralien. Das ergab Tausende von Kilometern an Reisen, die er mit seiner Frau Margarete zurücklegte. Auch von seinen Wandertouren mit den Bergfreunden in den Alpen brachte er so manches Stück mit. Viele Steine mit ihrem Inhalt  - ob Fossil oder Mineral - mussten aber noch mit Hämmerchen und Meisel bearbeitet werden, um ins rechte Licht zu kommen. Genau so gewissenhaft versuchte er, Namen und Formel zu erfahren, die er dann nach Nummern in einem Ordner festhielt. Das ergab schließlich eine stolze Summe von 57 Gesteinen, 73 Fossilien und 251 Mineralien aus vielen Ländern der Welt. Manches wurde von anderen Sammlern gegen Eigenfunde eingetauscht. So kam er auch 1986 in Kontakt mit Sammler Wolfram Benz aus Eglofs, dessen Schwerpunkt Jurafossilien waren.

Nach dem Tode von Günther Koch am 1. Dezember 1999 nahm seine Frau wieder Verbindung auf mit W. Benz. Eine geologische Abteilung sollte im Museum von Eglofs eingerichtet werden. Und so kamen große Teile seiner geologisch-paläontologischen Sammlung als Schenkung ins Museum. Dort sind seit 2003 die schönsten Stücke in den Vitrinen im Gewölbekeller zu bewundern. 

  
 
                                                                                                          © Wolfram Benz